Soll ich etwas mitbringen? Ja bitte, Tiramisù!

Diese Antwort bekomme ich oft von Verwandten, Freunden und Bekannten zu hören, wenn irgendeine Feier bevorsteht. Ein italienischer Klassiker – und trotzdem macht ihn jeder ein wenig anders. Es gibt hunderte Varianten und natürlich behauptet jeder, dass seine die beste ist.

Nun ja, das behaupte ich von meinem nicht. Wieso? Ganz einfach: Wie ihr vielleicht noch wisst mag ich keinen Kaffee und diesen schmeckt man im Tiramisù doch recht stark heraus. Ich finde ihn also nicht so lecker, oben genannte Personen hingegen umso mehr 🙂

Tiramisù

Häufig werde ich gefragt, was für einen Alkohol ich für mein Tiramisu verwende. Ganz einfach: gar keinen! Es geht auch ohne und schmeckt mindestens genauso lecker. Der Trick hierbei ist ein Fläschchen Rumaroma, wodurch der klassische Geschmack erreicht wird, es aber trotzdem bedenkenlos von Kindern gegessen werden kann.
Die Variante, die ich euch heute vorstelle, ist sicher nicht die klassische aus einem italienischen Backbuch, sondern stammt von meiner Mama 🙂 Aber sind nicht gerade Familienrezepte die besten? Oft wird ein großes Geheimnis um solche Rezepte gemacht, aber da ich euch und euren Gästen etwas Gutes tun will, verrate ich euch heute MEIN Rezept von MEINEM perfekten Tiramisù:

Tiramisù

Zutaten: (Form ca. 25 x 36cm)

  • 6 Eier
  • 750g Mascarpone
  • 225g Zucker
  • 1 Fläschchen Rumaroma
  • ca. 500g Löffelbiskuits (abhängig von der Auflaufform, lieber etwas mehr zur Hand haben)
  • ca. 200ml Espresso (lauwarm bis kalt)
  • Kakao zum Bestäuben

Zubereitung:

  1. Eier trennen.
  2. 6 EL des Zuckers zum Eiweiß dazugeben und zu Eischnee schlagen.
  3. Den restlichen Zucker zusammen mit dem Mascarpone und dem Rumaroma zu den Eigelben geben und mit dem Handrührgerät verrühren.
  4. Anschließend den Eischnee mit einem Schneebesen gut unter die Mascarpone-Masse mischen, sodass eine homogene Creme entsteht.
  5. In die Form gerade so viel Creme geben, dass der Boden bedeckt ist.
  6. Nun folgendermaßen Vorgehen: Einen Teil des Espressos in eine flache Schale geben.
    Tipp: Lieber etwas weniger und immer wieder nachfüllen. Dies Verringert die Gefahr, dass die Löffelbiskuits sich vollsaugen und der Tiramisù am Ende zu feucht ist.
    Die Löffelbiskuits nacheinander von jeder Seite kurz (!) in den Kaffee tauchen und nebeneinander auf die Cremeschicht legen. Ich lege die Löffelbiskuits immer mit der Zuckerseite nach oben. Dies hat keinen bestimmten Grund, aber man hat so seine Gewohnheiten…und geschadet hat es bisher nie 🙂

Löffelbiskuits werden ausgelegt

  1. Sobald die erste Lage Löffelbiskuits in der Form ausliegt, wird eine dünne Schicht Mascarponecreme mit einem Löffel darauf verteilt, bis die Kekse gerade so abgedeckt sind.
  2. Es folgt eine weitere Schicht Löffelbiskuits – siehe Schritt 6. Hierbei bitte beachten, dass die Kekse in die gleiche Richtung wie die erste Schicht ausgelegt werden.
  3. Zum Schluss noch eine letzte Schicht Mascarponecreme auf die Löffelbiskuits geben. Es darf hier etwas mehr sein, aber nicht übertreiben. Bei mir bleibt immer etwas übrig, sodass ich noch ein Glas oder ein Stück Tiramisù zusätzlich machen kann.
  4. Den Tiramisù für etwa 3 Stunden in den Kühlschrank stellen.
  5. Erst kurz vor dem Servieren mit Kakao bestreuen – da dieser sonst aufweicht – und genießen.

Ein super einfaches Rezept, das man gut am Abend zuvor vorbereiten kann.

Für diejenigen unter euch, die eine modernere Form des Anrichtens für das Tiramisù suchen, habe ich die Variante im Glas ausprobiert. Die Schwierigkeit hier liegt meiner Meinung nach daran, dass man die Löffelbiskuits im Vergleich zur klassischen Variante aufgrund der runden Form des Glases eher zurechtschneiden muss. Je nach Glashöhe kann man auch eine weitere Biskuitschicht hinzufügen. Die Version im Glas ist wahrscheinlich etwas zeitintensiver, hat aber den Vorteil, dass das Tiramisù schon für die Gäste portioniert ist. Und aussehen tut es ja auch nicht ganz schlecht, oder?

Egal für welche Variante ihr euch entscheidet, ich bin mir sicher, dass eure Gäste diesen Tiramisù lieben werden. Wundert euch also nicht, falls ihr in Zukunft gebeten werdet Tiramisù mitzubringen. Ich habe euch gewarnt 😉

Verschiedene Tiramisù-Varianten

Saluti e buon appetito
Elena