Im Winter regional und saisonal kochen – gar nicht so einfach, oder? Die Gemüse- und Obstauswahl ist leider nicht groß. Aber zum Glück hat meine geliebte Rote Bete in dieser Zeit Saison! Die einen lieben sie, die anderen nicht – ein Dazwischen gibt es irgendwie nicht. Doch aus der roten Rübe t sich nicht nur Suppe und Eintopf zaubern. Wie wäre es beispielsweise mit einem Klassiker aus der italienischen Küche? Risotto. Die Variante mit der erdigen Rote Bete schmeckt nicht nur mega lecker, sondern ist ein richtiger Farbknaller!

Rezept für Rote-Bete-Risotto, ein vegetarisches Hauptgericht für die Winterzeit, lecker und einfach in der Zubereitung, eine Variante des italienischen Klassikers RisottoRezept für Rote-Bete-Risotto, ein vegetarisches Hauptgericht für die Winterzeit, lecker und einfach in der Zubereitung, eine Variante des italienischen Klassikers Risotto

Einfache Rezepte mit Rote Bete

Zwischen September und März hat die rote Knolle Saison und man bekommt diese frisch. Ansonsten findet man sie aber auch das ganze Jahr über im Supermarkt vorgekocht und vakuumverpackt. Praktisch, wenn man sich für bestimmte Gerichte das Vorkochen erspart. Damit zaubere ich beispielsweise meine köstliche Pasta mit Roter Bete. Ein einfaches und schnell zubereitetes Pastagericht, wenn du mal wieder keine Lust und Zeit zu kochen hast.

Wenn es nicht unbedingt warm sein muss, dann ist vielleicht ein Rote-Bete-Carpaccio genau das Richtige für dich? Eine meiner liebsten Vorspeisen im Winter und deshalb auch perfekt für ein pfiffiges Weihnachtsmenü. Wer es exotischer mag, kann es mit diesem Rote-Bete-Salat mit Mango versuchen. Hier ist der oft verschmähte erdige Geschmack der roten Rübe nicht so intensiv und deshalb vielleicht auch für Leute, die sich an das Wintergemüse herantasten möchten, eine Alternative.

Doch was ich an Roter Bete besonders liebe ist ihre „Superkraft“: Mit ihr kann man ganz viele Gerichte knallig rot/pink färben. Während ich bei Gebäck gerne Rote-Bete-Pulver verwende (das hier ist mein Favorit *Affiliate-Link), benutze ich für meine pink/violetten Gnocchi genau wie beim heutigen Risotto die frische Knolle. Der Farbstoff ist so intensiv, dass ich bei der Verarbeitung jedem Einweghandschuhe empfehle, da die Hände selbst durch schrubben nicht wirklich sauber werden.

Rezept für Rote-Bete-Risotto, ein vegetarisches Hauptgericht für die Winterzeit, lecker und einfach in der Zubereitung, eine Variante des italienischen Klassikers Risotto

Rezept für Rote-Bete-Risotto

Die Zubereitung dieser Risotto-Variante ist relativ simpel: Die Schalotten werden in etwas Öl glasig gedünstet, die gewürfelte Rote Bete wird mitgebraten und der Risotto-Reis kurz angeröstet. Anschließend mit einem guten Schluck Rotwein abgelöscht und wie bei Risotto üblich schrittweise heiße Gemüsebrühe hinzugegeben, bis es die perfekte Konsistenz hat. Wichtig ist hierbei das regelmäßige Rühren, da sonst der Reis am Topfboden anbrennen kann. Am Ende wird noch etwas Butter und Parmesan untergerührt, mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt und heiß serviert.

Für das gewisse Etwas habe ich bei meiner Variante noch etwas Honig zur Roten Bete gegeben und leicht karamellisieren lassen und für ein feineres Aroma noch Rosmarinzweige benutzt. Da nicht jeder einzelne Nadeln im Risotto mag, verwende ich in diesem Fall einen Teebeutelfilter. Dadurch können durch den Kochvorgang die Rosmarinaromen trotzdem vom Reis aufgenommen werden, die Zweige am Ende aber ohne Stress entfernt werden.
Falls du ein Ziegenkäse magst, solltest du dieses Risotto unbedingt mit Ziegenfrischkäse servieren. Das ist dann sowohl geschmacklich, als auch farblich ein toller Kontrast.

Rote-Bete-Risotto

Zutaten: (für 4 Personen)

  • 2 Schalotten oder 1 kleine Zwiebel
  • 300g frische Rote Bete (ca. 1 große Knolle)
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 TL Honig
  • 250g Risotto-Reis (Typ Arborio*)
  • 80ml trockener Rotwein
  • 2 Rosmarinzweige
  • ca. 1 Liter heiße Gemüsebrühe
  • 30g geriebener Parmesan
  • 20g Butter
  • Salz
  • Pfeffer
  • Ziegenfrischkäse als Topping (optional)

Empfohlenes Material:

  • Einweghandschuhe, gegen das Abfärben der Rote Bete
  • eventuell Teefilter* für die Rosmarinzweige

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Zubereitung:

  1. Die Schalotten und Rote Bete schälen und in kleine Würfel schneiden. Bei der Roten Bete sollten diese 1,5-2 cm groß sein, je nachdem, wie bissfest diese am Ende sein soll.
  2. Das Olivenöl in einem Topf erhitzen und die Schalotten darin glasig dünsten. Nun die gewürfelte Rote Bete Würfel und den Honig dazugeben, kurz karamellisieren lassen und dann den Reis noch hinzufügen. Diesen wenige Minuten andünsten, bis jeder Reiskorn vom Fett benetzt ist. Die Rosmarinzweige nun entweder an einem Faden gebunden oder wer keine Nadeln am Ende im RIsotto möchte
  3. Das Ganze anschließend mit dem Rotwein ablöschen und diesen unter ständigem Rühren bei niedriger bis mittelstarker Flamme einkochen lassen. Die Rosmarinzweige nun
  4. Sobald der Wein fast vollständig verdampft ist, eine Schöpfkelle Gemüsebrühe dazugeben. Wenn die Brühe nicht mehr den Boden des Topfes bedeckt, eine weitere Kelle nachgießen und immer wieder regelmäßig rühren. Mit der weiteren Gemüsebrühe so weiter verfahren. Am Ende des Kochvorgangs (etwa 20 Minuten) ist der Reis insgesamt cremig, die Reiskörner haben im Inneren jedoch noch Biss.
  5. Nun die Rosmarinzweige entfernen, die Butter und den Parmesan unter das Risotto rühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
    Das Risotto warm und falls gewünscht mit etwas Ziegenfrischkäse als Topping servieren.

Rezept für Rote-Bete-Risotto, ein vegetarisches Hauptgericht für die Winterzeit, lecker und einfach in der Zubereitung, eine Variante des italienischen Klassikers RisottoRezept für Rote-Bete-Risotto, ein vegetarisches Hauptgericht für die Winterzeit, lecker und einfach in der Zubereitung, eine Variante des italienischen Klassikers Risotto

Tipps:

  • Bei diesem Rezept würde ich dir frische Rote Bete empfehlen, da diese am Ende noch bissfest sein sollte. Die vorgekochte Rote Bete könnte nach dem Kochen zu weich sein. Alternativ könntest du diese im Laufe des Kochvorgangs hinzugeben, wobei dann die Intensität der Farbe geringer ausfallen kann.
  • Für eine alkoholfreie Variante einfach von vornherein Gemüsebrühe zum Ablöschen benutzen.
  • Lust auf ein anderes Topping? Brate etwas kleingeschnittenen Grünkohl an und probiere es damit.

„Koch mein Rezept“ mit Brittas Kochbuch

Die Inspiration für dieses Rezept stammt vom Blog Brittas Kochbuch, den ich über die Aktion „Koch mein Rezept“ kennengelernt habe. Brittas Version enthält kein Alkohol und hat statt Ziegenfrischkäse ein Grünkohltopping. Das ist farblich – und sicher auch geschmacklich – ein Hingucker! Doch da es bei uns extrem schwierig ist Grünkohl zu bekommen, habe ich das Rezept entsprechend abgewandelt.

Was ich an Britta sehr sympathisch finde ist, dass sie auf ihrem Blog auch unter der Kategorie „Irrungen und Wirrungen“ missglückte Rezepte zeigt. Das kennt doch wirklich jeder von uns, oder? Toll finde ich, dass für sie auch das Thema Resteverwertung eine große Rolle spielt, weshalb man bei ihr auch einige Ideen dazu findet. Zwei Rezepte, die nach dem Stöbern Ihres Blogs auf meine Nachkochliste gelandet sind, sind einmal diese gefüllte Rote Bete und als Nachtisch dann diese Amarettowürfel. Schau dich doch einfach bei ihr um.

Buon appetito Elena